Steam Vein Sclerosis (SVS)

Friday, 11. September 2009

SVS – Venenbehandlung mit Hochdruckdampf

Die „Grüne Therapie“ schließt die letzte Lücke in der endothermischen Venenbehandlung: die Therapie der Rezidiv-Varikose. Ab Ende Oktober in Deutschland und in der Privatklinik Proebstle Mannheim.

In den letzen Jahren wurden den althergebrachten Operationstechniken wie dem Venenstripping moderne endovenöse Alternativen entgegengesetzt. In den USA wurden bereits im Jahr 2008 mehr als 90% aller Ersteingriffe an den Stammvenen mit den endothermischen Verfahren ClosureFast (Radiowelle) und LASER durchgeführt. Für wiederkehrende Venenerkrankungen mit oft multiplen und stark geschlängelten Krampfadern im tieferen Subkutangewebe gab es bislang als Alternative zur Operation nur die Schaumverödung. Abgesehen davon, dass Verödungsschaum sehr mobil und daher auch für geschlängelte Venen geeignet ist, ist Verödungsschaum gegenüber den thermischen Verfahren von deutlich schwächerer Wirkung. Die stärkeren thermischen Verfahren LASER und ClosureFAST werden aber über verhältnismäßig unflexible Katheter an den Wirkort in der Vene gebracht und eignen sich wiederum nicht für den Einsatz in stark geschlängelten Venen.

Dr. Proebstle, der bereits den Venen-Laser in Deutschland und das ClosureFast Verfahren weltweit eingeführt hat, hat mittlerweile die erste SVS Behandlung in Deutschland mit Erfolg durchgeführt. Für Dr. Proebstle schließt sich nun mit der Einführung der Dampfsklerosierung die letzte Lücke in der endothermischen Venenbehandlung. Nun ist auch die Behandlung von Rezidiv-Varizen möglich.

So funktioniert das SVS Verfahren: Einige wenige Mikroliter steriles reines Wasser werden unter hohem Druck von über 200 bar in den Dampfzustand gebracht und über einen weniger als 2 mm dünnen flexiblen Stahlkatheter n seiner Spitze in die Vene injiziert. Mit jedem einzelnen Dampfimpuls werden 45 Joule Wärmeenergie freigesetzt, die sich bis zu 10 cm in der behandelten Vene ausbreiten kann. Ist die Wärme an die Venenwand abgegeben, bleibt außer einigen wenigen Mikrolitern reinsten Wassers nichts zurück.

Zehntausenden Patienten, die nach einer Stripping-Operation ein Rezidiv aufweisen, erhalten so eine moderne minimalinvasive und Behandlungsoption mit endovenöser Wärmeenergie

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