Die modernen und schonenden endothermischen Behandlungsmöglichkeiten für die Krampfaderbehandlung, die Radiofrequenz-Methode ClosureFast und das Venenlaser–Verfahren werden den Privatpatienten in Deutschland seit über 6 Jahren erstattet.

Gesetzlich Versicherte müssen also entweder selbst in die Tasche greifen oder sich, meist bei einem stationären Krankenhausaufenthalt, der alten Stripping Methode ausliefern.

Vier Beine

Die Rhein Neckar Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 07. Jan. 2010 hierzu Interessantes:

„Hintergrund: Die Behandlung von Krampfadern erfolgt überwiegend durch das sogenannte Stripping – das Unterbinden und Ziehen der Vene mittels eines Schnittes in der Leiste. Als moderner gilt die endothermische Methode, bei der Laser oder Radiowellen eingesetzt werden, um die  Vene mit Hitze zu verschliessen. Im Gegensatz zum Stripping sei man schneller wieder fit und auch das Verletzungs -und Infektionsrisiko werde minimiert, so Dr. Thomas Proebstle. Allerdings übernehmen gesetzliche Krankenkassen bisher nur das Stripping.“

Aber warum ist das so? Nachweislich sind die Kosten für die gesetzlichen Versicherungen im stationären Bereich meist höher als für private Krankenversicherungen im ambulanten Sektor.  Zudem erweisen sich die minimalinvasiven Techniken Venenlaser und Closure Fast als wesentlich schonender, nebenwirkungsarm, oft ohne Ausfallzeiten für Alltag und Beruf.

Grund hierfür ist der GBA ( Gemeinsamer Bundesausschuß), er hat die neuen Methoden  noch nicht für gesetzlich Versicherte zugelassen, anders als in Großbritannien, Holland und Belgien, wo gesetzlich Versicherte bereits heute in den Genuss von Closure Fast und Venenlaser kommen.

„Allerdings gäbe es die Möglichkeit  im Einzelfall einen Antrag  bei den jeweiligen  Kassen zu stellen“ Zitat Werner Sommer, AOK Rhein-Neckar-Nord

Fazit: fragen Lohnt sich… vielleicht nicht nur für den Geldbeutel,  sondern  auch für die Gesundheit!

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