Bald ist er da, der Sommer mit seinen wärmenden Sonnenstrahlen.
Für uns ist das die Zeit der sommerlich, luftigen Kleidung.

Für die Haut heißt es leider: Höhere Belastung durch UV-Strahlung.

Meerblick

Damit Sie den Sommer mit all seinen Vorzügen genießen können, gibt es unserer Haut zuliebe ein paar wichtige Regeln zu beachten:

Mit der Bestimmung Ihres Hauttyps beginnt der zuverlässige Hautschutz:


Im Allgemeinen unterscheidet man in Europa 4 Hauttypen, die sich nach Helligkeit und Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonneneinstrahlung einteilen. Hauttyp V und VI sind dunkel pigmentierte Personen mit Abstammung aus äquatornahen Regionen.

Während eine Person mit Hauttyp 4 erst nach einer Eigenschutzzeit von 40 min. einen UV-Schutz benötigt, wird Menschen mit Hauttyp 1 bereits bei kurzen Aufenthalten in der Sonne empfohlen die Haut mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu schützen.

Eigenschutzzeit

Die Eigenschutzzeit ist die Zeit, die eine Person ohne zusätzlichen Sonnenschutz in sommerlichen Mittagspausen in Mitteleuropa verbringen kann.

UVB und UVA Schutz

  • UVA-Strahlen: dringen bis in das Bindegewebe ein und sind dort Ursache für chronische Lichtschäden (z.B. Hautalterung) Der UVA-Schutz ist ein wirkungsvoller Schutz gegen Hautalterung und Sonnenallergie

  • UVB-Strahlen: dringen bis tief in die Haut (Epidermis) ein und sind Ursache für den Sonnenbrand. Der UVB-Schutz verringert also Sonnenbrandreaktion um einen gewissen Faktor, sagt jedoch nichts über den UVA-Schutz aus.

Hauttypen

Welcher Hauttyp sind Sie?

Sommersprossen_ Quelle: www.fotodesign-augenblicke.de

Typ 1 (auch Keltischer Typ genannt):

  • sehr helle Hautfarbe
  • keine Bräunung
  • rötliches-hellblondes Haar
  • grüne, blaue oder hellgraue Augen
  • Sommersprossen
  • Sehr hohes Sonnenbrandrisiko/ Sehr häufig Sonnenbrand

Die Eigenschutzzeit beträgt 10 Minuten.
Ein UV-Schutz ist daher bereits nach 5-10 min Sonnenbaden erforderlich.

Empfohlener Lichtschutzfaktor 15-35

Typ2 (auch nordischer Typ):

  • helle Hautfarbe
  • langsame, minimale Bräunung
  • grüne, blaue oder graue Augen
  • blondes-hellbraunes Haar
  • Oft Sommersprossen
  • Häufig Sonnenbrand

Die Eigenschutzzeit beträgt 10-20 Minuten
Ein UV-Schutz ist daher nach 20 min Aufenthalt in der Sonne nötig.

Empfohlener Lichtschutzfaktor 10-25

Typ3 (auch Mischtyp genannt):

  • mittlere Hautfarbe
  • langsame, fortschreitende Bräune
  • hellbraunes-dunkelblondes Haar
  • braune (blaue, grüne oder graue) Augen
  • kaum Sommersprossen
  • manchmal Sonnenbrand

Die Eigenschutzzeit beträgt 20-30 Minuten.
Ein Aufenthalt in der Sonne ohne UV-Schutz ist daher ca. 30 min möglich.

Empfohlener Lichtschutzfaktor 10-20

Typ 4 (auch Mediterraner Typ genannt): der unempfindlichste Hauttyp

  • bräunliche oder olivfarbende Haut
  • schnelle Bräune
  • schwarzes Haar
  • braune Augen
  • keine Sommersprossen
  • kaum Sonnenbrand

Die Eigenschutzzeit beträgt 40 Minuten. Hier sollte nach 40 min ein UV-Schutz erfolgen.

Empfohlener Lichtschutzfaktor 10-15

Richtiges und “gesundes” Bräunen:

  • Lichtschutzfaktor. Wählen Sie den passenden Lichtschutzfaktor für Ihre Haut. Je heller und empfindlicher Ihre Haut, desto höher sollte der Schutzfaktor sein. Im Hochgebirge und am Meer wirkt die Sonne besonders intensiv. Wählen Sie hier einen höheren Schutzfaktor.

Berechnung des Lichtschutzfaktors:

Beispiel:  Wenn Sie zum Hauttyp 2 gehören hat Ihre Haut eine Eigenschutzzeit von ca. 10 Minuten, d.h. Sie können 10 Minuten ohne Sonnenschutz in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.

Tragen Sie vor dem Sonnenbaden ein Sonnenschutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor 10 auf, dann verlängert sich die Schutzzeit auf:

10 (Eigenschutzzeit)  x  10 (Lichtschutzfaktor) = 100 Minuten

  • Langsam aber sicher: Gewöhnen Sie Ihre Haut an den ersten Sonnentagen langsam an die Sonne, gönnen sie ihrer Haut nur kurze Sonnenbäder mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Cremen und Schmieren: Sonnenschutzmittel immer reichlich auftragen. Einwirken müssen Sonnenschutzmittel laut Studienbelegen nicht,  Sie wirken sofort. Allerdings sollten sie sich nicht unmittelbar vor dem Anziehen eincremen, da sonst die Kleidung fleckig werden könnte. Besser Sie lassen Sie die Sonnenmilch erst in die Haut einziehen.
  • Wasser, Baden, Planschen: selbst wasserfester Sonnenschutz wirkt nach dem Baden und Abtrocknen leider nur noch begrenzt.
  • Lieber Nachcremen: Der Schutz wird stabilisiert, verlängert aber leider nicht ihre Wirkzeit.
  • Siesta, Siesta: Zwischen 11 und 15 Uhr  steht die Sonne am höchsten und strahlt am intensivsten. Daher besser in den Schatten flüchten und vielleicht einen kühlen Drink  genießen – denn selbst im Schatten bekommen Sie noch Strahlung ab
  • Hut auf, Augen zu: Bedecken Sie ihren Kopf und schützen Sie die Augen
  • Sonne weg? Wolken sind kein Strahlenschutz – auch bei bedecktem Himmel sollten sie sich schützen!
  • Kinder, Kinder: Säuglinge und Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne. Auf jeden Fall gut eincremen, Hemdchen an, Hütchen auf, Sonnenbrille auf die Nase und Sonnenbrand unbedingt vermeiden. Dank spezieller Schutzkleidung können Kinder auch im Wasser bekleidet  planschen.

Vorsicht:

  • Medikamente z.B Antibiotika wie Doxycyclin aber auch andere Medikamente  wie Antidepressiva können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.
  • Kosmetika können mit dem Sonnenlicht reagieren und die Haut fleckig machen.
  • Verfallsdatum beachten: achten sie auf das kleine Cremetigel – Symbol. Neben diesem Zeichen steht die Anzahl der Monate, über die das Mittel ab Anbruchsdatum haltbar ist. Aber weg damit, wenn die Milch komisch riecht oder sich in ihrer Konsistenz verändert hat.

Zu spät: Wie werden Hautschäden behandelt, die durch Sonnenlicht verursacht wurden?

Muttermale verändern sich, die Haut wird fleckig und unelastisch.  Sonnenexposition schadet unserer Haut – nicht nur optisch, sondern auch aus medizinischer Sicht. Je früher Hautschäden durch Sonneneinwirkung von Patient und Arzt erkannt werden, desto größer ist die Heilungschance bzw. der Behandlungserfolg. Je nach Art und Ausmaß der aufgetretenen Hautschäden werden u.a. Behandlungen wie die Photodynamische Lichttheapie (PDT) zur Früherkennung von Hautkrebs bis hin zur operativen Entfernung von Muttermalen, etc. angewendet.

Thema: PDT Photodynamische Lichttherapie http://www.p-lounge.de/2009/12/pdt-photodynamische-lichttherapie/

Thema: Altersflecken    http://www.p-lounge.de/2010/01/haende-hochund-weg-mit-den-altersflecken/

...jetzt kann der Sommer aber kommen!!!

7 Kommentare

  1. LisaNo Gravatar :

    Ein guter Artikel. Nach der obigen Erklärung würde ich mich am ehesten als Mischtyp einordnen. Habe mir am Wochenende leider einen Sonnenbrand geholt. Ich war zwar eingecremt und garnicht sooo lange in der Sonne, aber leider habe ich scheinbar ein paar Stellen mit der Sonnencreme nicht ganz erwischt, die sind jetzt feuerrot. Jetzt ist erstmal abwarten angesagt, bis der Sonnenbrand wieder weg ist. Das nächste Mal werde ich sicher wieder besser aufpassen.

  2. RebeccaNo Gravatar :

    Ich würde mich eher als der nordische Typ sehen. Gut das ein großer Hut top modern, eine riesen Sonnenbrille stylisch und Sonnenschutz unsichtbar ist 🙂 Kann also nichts schief gehen… 🙂

    Liebe Grüße

    Rebecca

  3. utemonicaNo Gravatar :

    @Lisa: Dankeschön!Ja,endlich kommt die Sonne wieder zum Vorschein – nach den schlimmen Regentagen neigt man dann doch dazu die Sonne zu unterschätzen…
    …aber gegen Hautalterung gibt es ja wunderbarerweise doch noch ein paar Mittelchen 😉

    @Rebecca: da kann ja wirklich nichts mehr schiefgehen – ab ins Schwimmbad!!! (aktuell 30 Grad 🙂 )

  4. IsabellNo Gravatar :

    Endlich mal Tipps, mit denen mann/frau was anfangen kann. Vielen Dank. Ich bin dann wohl auch der nordische Typ. 😉 Liebe Grüße, Isabell

  5. chefarztNo Gravatar :

    Mischtyp glaube ich. Ich schütze mich natürlich auch im Sommer mittels Haube und Mundschutz gegen die UV-Strahlen … wirkt.

  6. utemonicaNo Gravatar :

    @Isabell: dann also auch den ultra Sonnenhut und die dicke Sonnenbrille aufgesetzt – oder vielleicht doch lieber die Haube und den Mundschutz 😉 ?

    @Chefarzt: ich dachte dass Ärzte vor lauter Arbeit kaum das Sonnenlicht sehen..?

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