Neues Verfahren zur Venenbehandlung von Dr. Proebstle europaweit eingeführt

zweiglein

Dr. Proebstle führte am 28.06.2010 ein neues Therapieverfahren zur Stammvenenablation als weitere Alternative zum Venen-Stripping in Europa ein. Die Behandlung von Krampfadern und der damit verbundenen Symptome kann mit dem an der YALE University, USA, entwickelten Verfahren ohne örtliche Betäubung erfolgen.

Krampfadern sind erweiterte und geschlängelte Venen mit hoher Verbreitung. Nur rund 10% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland weisen keine Zeichen der Venenerkrankung auf. Rund ein Drittel aller Frauen und Männer in Deutschland weisen klinisch relevante Formen auf, die als gesundheitliches Risiko gelten müssen. Als Alternative zur herkömmlichen Stripping-Operation, dem Ziehen der Krampfadern, haben sich mittlerweile Techniken wie die endoluminalen Behandlungstechniken etabliert. Festgestellt werden muss allerdings, dass die Anwendung in Deutschland mit nur ca. 10% der insgesamt rund 300.000 Behandlungsfälle pro Jahr noch sehr gering ist, verglichen etwa mit den USA, wo bereits seit 2008 mehr als 90% aller Patienten mit diesen modernen und schonenden Techniken behandelt werden.

Meilensteine in der Venentherapie, Innovationen, die durch Dr. Proebstle eingeführt wurden:

Therapieverfahren, die in verschiedenen Situationen als Alternative zur althergebrachten Stripping-Operation eingesetzt werden können und von Dr. Proebstle eingeführt wurden, sind

–       Die endoluminale Lasertherapie – Anfang 2001 in Deutschland eingeführt.

–       Das derzeit in den USA erfolgreichste Einzelverfahren, die Radiofrequenzablation ClosureFast, wurde von Dr. Proebstle 2006 weltweit eingeführt. Er leitet nach wie vor die zugehörige Europa-Studie.

–       Die Hochdruckdampfbehandlung (Steam-Vein-Sclerosis, SVS), die sich besonders für die schonende Behandlung voroperierter Patienten eignet, wurde 2009 von ihm in Deutschland eingeführt

–       Das ClariVein-Kathetersystem, das Stammvenenablation ohne jede örtliche Betäubung erlaubt, wurde von Dr. Proebstle im Juni 2010 europaweit eingeführt.

So funktioniert es:

Die erweiterten Gefäße werden bei den thermischen Verfahren mit Hilfe eines in die Vene eingeführten Katheters oder Lichtleiters erhitzt und verschlossen. Die Erhitzung von der Innenseite der Vene her erfolgt durch LASER-Energie, Radiowellen oder Hochdruck-Dampf. Die potentielle Schmerzhaftigkeit der thermischen Verfahren erfordert dabei aber die Anwendung einer örtlichen Betäubung, die großzügig um die Venen eingespritzt wird.

Das neue ClariVein-Verfahren beruht nun auf der Anwendung von flüssigen Sklerosierungsmitteln, die an der Katheterspitze mit einer Art motorbetriebenem Propeller verwirbelt und so gleichmäßig in Kontakt mit der gesamten Veneninnenwand gebracht werden. Dadurch wird eine bislang allgemein beklagte Schwäche der Verödungsmittel abgestellt. Das Verfahren ist dabei schonend genug, um auf eine Betäubung komplett zu verzichten. Der ClariVein-Katheter selbst kann unter Ultraschallkontrolle ohne gefährliche Röntgenstrahlung mit Hilfe einer dünnen Venenverweilkanüle positioniert werden. Einziger Wermutstropfen ist, dass aufgrund der Dosisbegrenzung der verwendeten Verödungsmittel nur eine Vene pro Tag behandelt werden kann, während mit den Hitze-Techniken beliebig viele Venen in einer Behandlungssitzung ausgeschaltet werden können. Die CariVein-Behandlung erfolgt ambulant in einem Zeitrahmen von rund 30 Minuten einschließlich der aus Sicherheitsgründen erforderlichen Nachkontrolle. Die Patienten tragen für einige Tage nach der Behandlung medizinische Kompressionsstrümpfe. Die erste in den USA seit anderthalb Jahren laufende Studie legt dabei nahe, dass die Ein-Jahres-Erfolgsraten in der Größenordnung von 95% liegen und damit mit den thermischen Verfahren vergleichbar sind. Auch die Nebenwirkungen scheinen mit den Hitzetechniken vergleichbar zu sein.

Vorteile

  • es kommt nur gelegentlich zu geringen Blutergüssen
  • Der Eingriff dauert insgesamt weniger als 30 Minuten
  • Kosmetisch bestmögliches Resultat, da nur eine Punktion der Vene durchgeführt wird
  • die Irritationen und Schmerzen nach dem Eingriff sind moderat
  • annähernd normale Beweglichkeit und Belastbarkeit bereits am Tag des Eingriffs
  • Arbeitsfähigkeit besteht in der Regel bereits wieder am Tag nach dem Eingriff
  • Kein lästiges Bandagieren – nur eine Woche Kompressionsstrumpf

Kosten:

Die Kostendeckung ist derzeit in Deutschland auf bei Privatpatienten noch ungeklärt, die Höhe der Kosten des Eingriffs beläuft sich einschließlich der Materialkosten auf rund 1300,- Euro.

PRIVATKLINIK-PROEBSTLE. Dr. Thomas Proebstle hat derzeit eine Professur für Dermatologie an der Universität Pecs und ist Dozent an der Universität Mainz. Als Mediziner und Physiker, der mit „summa cum laude“ an der Universität Ulm promoviert hat und zur medizinischen Fakultät der Universität Mainz angehört, ist er seit der Aufgabe seiner ordentlichen Professur an der Universität Heidelberg ausschließlich privatärztlich tätig. Dr. Proebstle ist seit Jahren Referent und Faculty-Mitglied bei nationalen und internationalen Konferenzen sowie Autor in weltweit führenden Fachjournalen. Er stellt grundsätzlich höchste Ansprüche an die Ergebnisse seiner Arbeit und möchte mit seiner exklusiven Privatklinik in Mannheim maximale Standards im Bereich der Schönheitsmedizin und Venenbehandlung setzen.

Sein qualifiziertes Team bietet gemeinsam mit Dr. Proebstle  modernste Diagnostik, professionelle Behandlung und Therapie sowie persönliche Betreuung.

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