Die Zukunft hat begonnen. Mit einem neuartigen molekularen Transportsystem können nun auch sehr große Moleküle von außen durch die intakte Haut in den Körper geschleust werden.

Zwei der renommiertesten Dermatologen der USA berichten bei der in der vergangenen Woche in Chicago abgehaltenen Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Dermatochirurgie (ASDS) über die Ergebnisse einer von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) kontrollierten Phase II Studie, die den Zuhörern die Kinnladen herunterfallen ließen.

Im Rahmen der Studie wurde gezeigt dass Botulinumtoxin A ( ein 150 kD Protein), in einem speziellen Gel unter ärztlicher Kontrolle auf die Haut der Schläfenregion aufgetragen, vergleichbare Wirkungen wie eingespritztes Botulinumtoxin A entfaltet. Als Mechanismus für die Funktionsweise des Transportsystems wurde einerseits der positive Vorgang des „ Lipid-Raftings“ und andererseits  energieverbrauchende Endo- und Exozytoseprozesse genannt.

Neben der kosmetischen Anwendung in der Faltenbehandlung könnte sich u.a. die Behandlung des Schwitzens revolutionieren: Statt dem täglichen Griff zum Deostick könnte vielleicht bald die  halbjährliche Anwendung eines Botulinumtoxin A-Gels stehen. Neben Botulinumtoxin A werden vermutlich auch andere hochwirksame Substanzen in relevanten Dosierungen durch dieses System durch die Haut in den Körper eingeschleust werden können, die bisher oral eingenommen oder gespritzt werden mussten.

Fred-Tom-Bob

Rechts im Bild: Dr. Robert Weiss – Past-President der amerikanischen Gesellschaft für Dermatochirurgie und externer Professor an der weltbekannten John-Hopkins-Medical School, Baltimore, sowie seit Jahrzehnten international anerkannter Spezialist für  Laser- und kosmetische Dermatologie.

Links: Dr. Fredric Brandt – Amerikas berühmtester „Promi-Dermatologe und Schönheitsdoktor“, „der Botox-Baron“  und „Gott der Faltenlosen“ …  Zitat “die Welt”:   http://www.welt.de/vermischtes/article3037443/Dr-Frederic-Brandt-der-Gott-der-Faltenlosen.html

3 Kommentare

  1. chefarztNo Gravatar :

    Das wäre ja wirklich ein echter Durchbruch. Da blieben sicher bei einigen die Münder offen stehen.

  2. utemonicaNo Gravatar :

    Die Studie belegt dies tatsächlich – man darf also wirklich gespannt sein.
    … und die Münder im Auditorium standen offen! 🙂

  3. RadNo Gravatar :

    Bin ja gespannt ob man in Zukunft noch mehr davon hören wird. Wäre gerade für stark schwitzende Menschen ein super Fortschritt.